Bericht der Westdeutschen Zeitung vom 5. Oktober 2010

 

Von Elton John bis „Kein schöner Land“

KONZERT Arnoldchor und Jugendblasorchester musizierten in der Christ-König-Kirche.

Kempen. Männerchor und Blasorchester - geht das zusammen? Und ob das geht! Das haben die rund 55 Sänger des Arnoldchores und die Musiker des Jugendblasorchesters St. Marien (JBO) eindrucksvoll bewiesen. In der ausverkauften Christ-König-Kirche brachten der Chor unter dem Dirigat von Udo Schröder und das JBO unter der Leitung von Willi Hilscher abwechselnd jeweils drei Stücke.

Musiker animierten das Publikum zum Mitsingen
Das Repertoire des Arnold-Chores bestand aus klassischem Chorgesang („Die Sonn' erwacht" ), gefolgt von Musical-Melodien („Memory" aus Cats), um dann einen Bogen zu schlagen zu Rock und Pop der 60er bis 90er Jahre („Über sieben Brücken musst du gehen). Das JBO stieg anschließend rockig-fetzig mit der Rockballade „Music" von John Miles ein und meisterte gekonnt die Tempiwechsel in diesem nicht leicht zu spielenden Stück. Es folgte ein Medley mit Melodien von Elton John: „Don't go breaking my Heart", „Nikita" und „Part Time Love".

Viele Besucher sangen mit - die Musiker hatten offensichtlich den Nerv des Publikums getroffen. Das war ebenfalls so, als der Chor in den eher ruhigeren Teil überleitete. „Die Rose“ von A. Mc. Broom, „Über den Wolken" von Reinhard Mey und „Minsche wie mir" von den Höhnern beendeten den ersten Teil des Konzertes. Schade, dass die Sänger den kölschen Text gegen den hochdeutschen ausgetauscht hatten, aber der Vorsitzende Werner Beckers bat, zuvor um Verständnis: „Kölsch ist eine schwere Fremdsprache."

Sicher ein Wagnis für das Orchester war das Stück „Walking on Sunshine", welches mit einem hohen Tempo daherkommt und den Bläsern einiges abverlangt. Aber auch das meisterten die jungen Leute und beendeten ihre Vorstellung mit „Simply the Best" (Tina Turner) sowie einem Medley von Simon & Garfunkel-Melodien.

Zum Tag der deutschen Einheit gab es noch die Nationalhymne
Als Schlusspunkt im Programm gab es ein gemeinsames Stück von Chor und Orchester. Hier hatten die musikalisch Verantwortlichen einen Glücksgriff mit dem ausgesuchten Werk getan: „Conquest of Paradise" von Vangelis.

Schluss war aber noch nicht: Bei der Zugabe durfte das Publikum wieder mitarbeiten, es sollte das Volkslied „Kein schöner Land" sein.

Und weil alle so gut mitsangen, setzte sich Udo Schröder noch an die Orgel: Zusammen mit Chor und Publikum wurde dem Tag der deutschen Einheit mit der Nationalhymne Rechnung getragen. fk

 

 


 


 

 

 

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