Bericht der Westdeutschen Zeitung vom 5. Juni 2012


Gelungener Auftritt des Arnold-Chores

Kempen. 110 Jahre und kein bisschen leise: Am Sonntag feierte der Arnold-Chor sein Jubiläum mit einem Konzert in der Christ-König-Kirche. Zum ersten Mal begleitete das Collegium Musicum aus Krefeld unter Leitung des Kempeners Bernd Erich Brinkmann den Chor als Orchester.
Etwas mehr als ein Jahr ist der St. Huberter Kantor Stefan Thomas Chorleiter. In dieser Zeit hat sich zwischen Sängern und Dirigent eine deutliche Harmonie entwickelt. Thomas hatte ein wohl bedachtes Programm von klassischen Stücken für Männerchöre bis hin zu modernen Liedern ausgesucht. Die Stimmgewalt des Chores zeigte sich beim Lied von der „Loreley" und der Volksweise „Kein schöner Land". Letzteres in einem Satz von Johannes Menskes, der lange Jahre den Chor leitete. Aus Menskes' Zeit stammten zwei Vertonungen von Gedichten des Kempener Mundartdichters Wilhelm Grobben. Damit erwiesen die Sängern nicht nur Kempen, sondern auch dem langjährigen Chorleiter ihre Referenz.
Horst Steinkamp brillierte mit zwei Solostücken. „Als Büblein klein an der Mutterbrust" sang er mit schauspielerischem Talent und viel Humor. Und während der großen Arie „Isis und Osiris" aus der „Zauberflöte" von Mozart, das er gemeinsam mit Chor und Orchester sang, wurde es deutlich still im Publikum.
Auf die bunte Mischung des Programms hatte sich das Orchester eingestellt - von Mozart bis zu einem ein „Plink, Plank, Plunk", nur gezupft von den Streichern. Das „Intermezzo Sinfonico" aus der Oper „Cavalleria Rusticana" fand viel Anklang, so dass sich das Orchester zur Zugabe mit einem Tango entschloss. Ein schönes Ende war „Ich bete an die Macht der Liebe". bu




 


 


 

 

 

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