Bericht der Rheinischen Post vom 19. April 2011

 

Heiter und schwungvoll in den Frühling

VON SILVIA RUF-STANLEY
KEMPEN
Besuch aus dem Sauerland hatte am Sonntagmorgen der Arnold-Chor. Aus Winterberg-Grönebach waren rund 30 Sänger des Gemischten Chors Winterberg-Grönebach an den Niederrhein gereist. Sie und die etwa 50 Sänger des Arnold-Chors bereiteten dem Publikum in der ausverkauften Paterskirche in Kempen ein schönes Frühlingskonzert.
Der Kontakt zwischen den Chören kam durch die beiden Chorleiter Norbert Spratte (Grönebach) und Udo Schröder (Kempen) zustande. Die Kempener waren bereits im Sauerland, jetzt also die Sauerländer hier, zunächst in Straelen, dann in Kempen. Und das, so Werner Beckers, Vorsitzender des Arnold-Chors, muss nicht die letzte musikalische Begegnung gewesen sein. Entsprechend der Jahreszeit war das Programm heiter und schwungvoll. Die Sauerländer entführten in eine „Lachende Welt", womit gleich beim Publikum die richtige Stimmung geweckt war. Heiter beschwingt ging es weiter auf den „Champs-Elysees" oder auch mit dem bekannten Abba-Song „Mich trägt mein Traum".
„Mein kleiner grüner Kaktus"
Im zweiten Teil forderte Spratte das Publikum auf, kräftig mitzusingen. „Dann erreichen wir auch die Stärke des Arnold-Chors". Spätestens bei dem als Zugabe zum zweiten Mal gesungenen Hit der Comedian Harmonists „Mein kleiner grüner Kaktus" sang oder summte wohl jeder mit. Ohne Schwierigkeiten stellte sich der kurzfristig eingesprungene Pianist Marlon Honselmann, ebenfalls aus Winterberg, auf den Chor ein.
Auch die Kempener hatten das Programm der Jahreszeit angepasst. Immer wieder schön das „Trinklied" aus der Oper „La Traviata" von Verdi. Dieses Lied ebenso wie „La Montanara" darf wohl bei keinem Konzert des Chores fehlen.
Besonders schön war das Arrangement von „Über den Wolken" von Reinhard Mey. Die Vorwarnung „nach sieben Minuten ist alles vorbei" zum Medley mit bekannten Melodien der 20er und 30er Jahre hätte es nicht gebraucht. Überall aus dem Publikum hörte man leises Mitsingen und Mitsummen. „Was eine Frau im Frühling träumt" oder auch „Sag beim Abschied leise Servus", das kannte schließlich jeder.
Eine Premiere gab es auf vielfachen Wunsch des Publikums: Erstmals sang der Arnold-Chor das Lied „Minsche wie mir" von den Höhnern auf Kölner Platt. Dirigent Udo Schröder hat die große Sängerschar mit seiner behutsamen Art zu dirigieren ausgesprochen gut im Griff. Überdies begleitet er den Chor am Flügel. Kaum zu glauben, dass Chor und Dirigent erst fünf Jahre zusammen arbeiten. Andächtig wurde es bei der Zugabe „Schäfers Sonntagslied", eine Referenz an den Palmsonntag und den Aufführungsort.

 

 


 


 

 

 

l>