Bericht der Rheinischen Post vom 19. 1. 2010

Arnold-Chor mit
gewaltiger Stimmvielfalt

KEMPEN (sr) So bunt wie ein ganzes Jahr war auch das Programm des Neujahrskonzertes des Arnold-Chores in der Christ-König-Kirche. Mit dem Choral „Nur ihm die Ehre" und einem schönen Orgelvorspiel zollte der Chor dem sakralen Raum Respekt. Ganz eindrucksvoll auch der folgende Priesterchor aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte". Die Perfektion der Darbietung lässt ahnen, wie viel Probenarbeit Sänger und Dirigent Udo Schröder dafür leisten. Der erste Teil des Konzertes galt vor allem dem klassischen Liedgut für Männerchöre. Ob bei Beethovens „Hymne an die Nacht", dem „Dörfchen" von Franz Schubert oder auch dem „Schifferlied" von Friedrich Silcher, immer wieder war das Publikum von der gewaltigen Stimmvielfalt des Chores angetan.

Ausgesprochen schön auch „Landerkennung" von Edvard Grieg. Hier konnte Chormitglied Horst Steinkamp als Solist mit seinem angenehmen Bariton brillieren. Ebenso später noch einmal mit „Plaisier d'amour". Der im zweiten Teil gesungene „Sängermarsch" hätte auch gut als Motto herhalten können. Wandte sich doch der Chor hier den eher leichten, fröhlichen Tönen zu. Da durfte es dann auch einmal mit „Menschen wie wir" von den Höhnern ein Lied passend zur Karnevalszeit sein. Oder ein fröhlicher Walzer wie „Unter Donner und Blitz" von Johann Strauss. Ganz hervorragend auch zum Schluss das „Trinklied" aus Guiseppe Verdis Oper „La Traviata". Da wie auch bei den schwungvollen Walzerliedern wiegte sich das Publikum zur Melodie mit. Und da der Chor wandelbar ist, sind die Sänger genauso auch in modernen Popsongs beheimatet.

Begleitet wurden sie vom Nettetaler Kammerensemble unter Leitung von Frans Hamelers. Das Ensemble stellt sich gut auf den Chor ein. Gleichzeitig boten reine Orchesterstücke wie das „Lied ohne Worte" von Felix Mendessohn-Bartholdy oder auch das „Presto" von Joseph Haydn Gelegenheit, das Ensemble auch einmal in Reinform zu genießen. Ein Neujahrskonzert kann eigentlich nur eine Zugabe haben, so Vorsitzender Werner Beckers. Richtig, zum Schluss gab es den Radetzkymarsch.

Spontan hatte sich der Chor entschieden, 500 Euro von den Einnahmen aus Eintritt und Pausenbewirtung an die action medeor für Haiti zu spenden. Viele Besucher schlossen sich dem mit einer Gabe in die bereitgestellten Körbe an.

 

 


 


 

 

 

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