Bericht der Rheinischen Post vom 09. 12. 2008

Die Kraft der Chormusik berührt das Publikum

VON SILVIA RUF-STANLEY

KEMPEN Übervoll war die Christ-König-Kirche am Sonntagabend beim festlichen Konzert des Kempener Arnold-Chors. Jedes Jahr ist das ein besonderes Ereignis, wobei sich das Programm bei weitem nicht nur auf weihnachtliche Musik beschränkt. Vielmehr bestand es auch diesmal aus einer Mischung klassischer Chorliteratur für Männerchöre sowie besinnlicher klassischer Weihnachtsmusik, aber auch einem fröhlich beschwingten „Jingle Bells". Als Ergänzung hatte der Chor die Sopranistin Cordula Berner eingeladen, die bereits 1994 mit dem Chor aufgetreten war. Sie wurde am Klavier von Jori Schulze-Reimpell begleitet.

Mit Orgeleinsatz

Gerade einmal drei Jahre ist Dirigent Udo Schröder Leiter des Arnold-Chors, aber er hat ihn fest in der Hand. Wenige kleine Gesten reichen, um ein perfektes Klangergebnis zu erzielen. Dabei übernimmt Schröder auch noch die komplette Klavierbegleitung des Chors. Und genoss es, zum „Ehre sei Gott" aus der Deutschen Messe von Franz Schubert und beim letzten Lied „Frieden" von G. Fischer mit einem Orgelvorspiel alle Möglichkeiten der Orgel an Christ-König so richtig auszunutzen. Dafür gab es spontanen Applaus, den Schröder bescheiden mit Hinweis „Jetzt kommt doch erst das Schönste" abwehrte. Der Einsatz der Orgel hatte sich erst mittags spontan ergeben. Chorvorsitzender Werner Beckers bedankte sich dafür ausdrücklich bei Kantor Ralph Hövel, der dies erst möglich gemacht hatte.

Mit dem „Laudate Dominum" von Wolfgang Amadeus Mozart, gemeinsam mit Cordula Berner gesungen, hatte der Chor eine innige Einstimmung für das Konzert gefunden. Besonders schön erklangen die drei klassischen Chorweisen „Die Himmel rühmen", „Tochter Zion" und „Ich bete an die Macht der Liebe". Beeindruckend, mit welcher stimmgewaltigen Vielfalt die Sänger diese Stücke brachten. Das Publikum war von der Kraft der Musik berührt. Das alte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht" nahm in einem sehr schönen Chorsatz das Lied „Weihnachtsglocken" von H. Sonnet auf.

In seinen Reihen hat der Arnold-Chor mit Horst Steinkamp ein eigenes solistisches Talent. „Transeamus usque Bethlehem" gelang ihm sehr bewegend. Den Schluss des Konzertes bildeten drei eher stille, andächtige Lieder. Und als Zugabe gab es dann noch das Lied „Jerusalem", ein Friedenswunsch, der immer aktuell bleibt. Hatte Cordula Berner im ersten Teil drei Stücke von Max Reger und Mozart ausgesucht, die zum Programm passten, waren die im zweiten Part gewählten Stücke teilweise ein bisschen schwierig in diesem rundum schönen Konzert.

 

 

 


 


 

 

 

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