Bericht der Rheinischen Post vom 3. Juni 2014

 

Arnold-Chor überzeugt in der Christ-König-Kirche

VON SILVIA RUF-STANLEY
KEMPEN Voll besetzt war die Christ-König-Kirche am späten Sonntagnachmittag beim Konzert des Arnold-Chores. Kein Wunder, ist der Chor doch für seine ausgewogene Mischung im Programm bekannt.
Dafür zeichnet Dirigent Stefan Thomas verantwortlich, der erst seit einigen Jahren gemeinsam arbeitet, aber bestens zusammen gewachsen ist. „Melodien, die wir lieben“ war das Programm überschrieben. Geistliche Musik wie das „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart war genauso vertreten wie Opernchöre, Volkslied und moderne Melodien.
Besonders gut kamen beim Publikum die Shantys an. Alle noch in den bekannten Arrangements von Johannes Menskes, dem langjährigen unvergessenen Leiter des Chores. Hier kam dann auch Günter Nelißen mit dem Elektrobass und Thomas Waser mit dem Akkordeon zum Einsatz.Der Chor kann beim Bariton Horst Steinkamp auf Solisten aus den eigenen Reihen zurückgreifen.
Ebenfalls immer wieder schön sind die Opernchöre. „Priesterchor“ aus der Zauberflöte, „Chor der Kreuzfahrer“ von Verdi und vor allem der „Chor der älteren Pilger“ aus dem Tannhäuser von Wagner kamen gut an. Chorleiter Stefan Thomas gelang es hier, die dramatische Steigerung der Musik besonders heraus zu arbeiten. Ein solches Kunststück gelang ihm auch an ganz anderer Stelle. „Aus der Traube in die Tonne“ ist ein beliebtes Lied, zu vorgerückter Stunde meist mehr laut als schön gesungen. Daher war der Chor überrascht, als Thomas mit der Idee kam, das Lied zu proben. Zur Überraschung aller wurde aus dem Trinklied ein gelungener Chorsatz. Genauso erdverbunden „Minsche wie mir“ von den Höhnern. Also hat auch diese Art von Volksgut Platz im Konzert. „Typisch Arnold-Chor“ meinte ein Besucher. Zum zweiten Mal spielte das Collegium Musicum Krefeld unter der Leitung von Bernd Erich Brinkmann mit dem Chor. Auch dies eine Zusammenarbeit, die hervorragend klappt. Schon bei der Premiere vor einigen Jahren hatte Brinkmann gesagt, er und sein Ensemble wären jederzeit gerne wieder dabei. Ohne zwei Zugaben ließ das Publikum den Chor nicht gehen. 58 Sänger hat der Chor, sehr viel in Relation zu vielen Laienchören der Umgebung. Trotzdem wünscht sich Vorsitzender Werner Beckers junge Nachwuchssänger.

 

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