Reisebericht der Konzertreise nach Mecklenburg-Vorpommern 

Verfasst vom Chormitglied Philipp Wachowiak

Wenn einer eine Reise macht, kann er was erzählen - so lautet ein altes Sprichwort. Und wenn 44 eine Reise machen, können alle viel erzählen. So gingen 44 aktive Sänger des Arnold-Chores auf eine viertägige Reise nach Mecklenburg-Vorpommern. Der befreundete Chor "Die Brücke" hatte um ein gemeinsames Konzert gebeten.

Der Höhepunkt der Reise war das Konzert in der Stiftskirche in Bützow. Die Kirche ist stark restaurierungsbedürftig, aber als die Sänger ihre Stimme erhoben und die Akustik wahrnahmen, lief einigen ein Schauer über den Rücken. "Allein dafür hat sich Reise schon gelohnt!", schwärmte der Vorsitzende des Arnold-Chores Werner Beckers und die Umstehenden nickten. Der Funke sprang schnell zum Publikum über. Die doch unterschiedlichen Repertoires der beiden Chöre bauten einen hohen Spannungsbogen auf: Die 15 Frauen und Männer der "Brücke" singen, nein intonieren moderne und ältere Lieder in einer jazzigen und mitreißenden Art. Wer bei "Sentimental Journey" nicht mitschnippte, dem war nicht zu helfen. Auch der Arnold-Chor hat sein Repertoire unter dem Chorleiter Stefan Thomas modernisiert und kombiniert traditionelles Liedgut mit modernen Melodien - so etwa "The Lion sleeps tonight" oder "Minsche wie mir" von den Höhnern. Den Text des letztgenannten Liedes musste Werner Beckers den etwa 400 Zuhörern übersetzen. Hin und weg waren die Zuhörer, als die Arnold-Männer Shanties sangen: Ein Teil des Publikums wiegte sich im Takt. So sah man beim gemeinsamen Grillfest der beiden Chöre nach dem Konzert nur entspannte Gesichter.

Neben dem Konzert gab es - wie immer wenn der Arnold-Chor auf Reisen geht - ein vom erfahrenen Reiseleiter Heinz Thiesen organisiertes, volles Reiseprogramm: Auf der Hinfahrt wurde eine Rast in Schwerin eingelegt, am nächsten Tag gab es eine dreistündige Schifffahrt über die Mecklenburgische Seenplatte, von Waren nach Plau. Am folgenden Tag gab es eine Fahrt mit dem Traditionszug "Molli", eine Besichtigung der Stadt Rostock und einen Spaziergang an der Ostsee in Warnemünde.
Nach den Anstrengungen gab es am folgenden Tag noch einen längeren Aufenthalt in Celle.

Und nach insgesamt etwa 1800 Kilometern wurden die Sänger abends in Kempen von ihren Angehörigen begrüßt.

 

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