Bericht der RP vom 12.05.2006

Auch mal Lieder der Beatles

INTERVIEW Neuer Arnold-Chorleiter Udo Schröder

KEMPEN ,,Nach Durchsicht etlicher Bewerbungen und nach vier Probedirigaten wählten die Sänger des Kempener Arnold-Chors mit einem klaren Votum den 33-jährigen Udo Schröder zum Nachfolger von Johannes Menskes. ,,Wir blicken auf in eine neue Zeit, hoffentlich eine gute", warb er bei der Verabschiedung Menskes um Akzeptanz nach dem Schlusslied eines mit viel Beifall bedachten Festaktes. Mit Udo Schröder sprach RP-Mitarbeiterin Angela Wilms-Adrians.

Johannes Menskes leitete sehr erfolgreich viele Chöre der Region und hat die Menskes-Chöre zu einem Begriff geformt. Wie fühlen Sie sich nun als sein Nachfolger beim Arnold-Chor Kempen?

Schröder Für mich ist das nicht der einzige Chor. Ich leite vier Chöre in einer ,,Familie" und das verbindet mich mit meinem Vorgänger. Es ist für mich eine große Ehre, einen solchen Chor zu übernehmen. Und es ist eine große Verantwortung, einen so exzellenten Chor auf seinem Niveau zu halten.

Wollen Sie das Profil des Kempener Chors im wesentlichen wahren und wo wollen sie ihre Schwerpunkte setzen?

Schröder Natürlich will ich das Profil erhalten. Der Chor ist eine kulturelle Größe. Doch - und das ist sicher eine Frage meines Alters - ich möchte den Literaturbogen behutsam öffnen, auch andere, populäre Dinge hinzu nehmen, zum Beispiel Lieder der Bläck Fööss und der Beatles. Ein guter Chor verlangt einen ausgezeichneten Chorleiter.

Wie ist Ihr bisheriger Werdegang verlaufen?

Schröder Das wird Sie jetzt sicher überraschen. Ich bin Rechtsanwalt. Doch seit meinem achten Lebensjahr spiele ich Klavier, begleite, seitdem ich zwölf bin, Chöre am Klavier und leite seit meinem 21. Lebensjahr Chöre. Natürlich habe ich mir dazu eine solide Ausbildung erworben, zu der auch Stimmbildung gehört. Ohne dies geht es nicht.